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Jugendgarantie: Für echte Chancen und eine verlässliche Unterstützung von Kindern und Jugendlichen

Autorenbild: Niels Geuking
Niels Geuking
vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

15. September 2026

Das Europäische Parlament hat heute über den Bericht zur Verstärkten Jugendgarantie abgestimmt. Als Schattenberichterstatter der EVP habe ich an diesem Bericht mitgearbeitet und mich dabei insbesondere für eine nachhaltige und strukturell verlässliche Finanzierung der Europäischen Kindergarantie eingesetzt.

Junge Menschen verdienen eine echte Chance, ihre Zukunft aufzubauen. Niemand darf beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zurückgelassen werden. Die Verstärkte Jugendgarantie hat bereits Millionen junger Menschen in Europa erreicht. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die Unterstützung gezielter ankommt, Anreize für die Beschäftigung junger Menschen gestärkt werden und der Einsatz europäischer Mittel transparent und nachvollziehbar bleibt.

Klare Strukturen statt bloßer Milliardenversprechen

Ein wichtiger Punkt der heutigen Abstimmung war die Finanzierung der Europäischen Kindergarantie.

Die Sozialdemokraten forderten hierfür mindestens 20 Milliarden Euro im nächsten EU-Haushalt. Dieser Antrag wurde mit 336 zu 266 Stimmen angenommen.

Ich habe mich gemeinsam mit der EVP für einen anderen Ansatz eingesetzt: Statt eine einzelne starre Summe festzuschreiben, brauchen wir eine strukturelle Absicherung der Kindergarantie. Unser Antrag sah deshalb ein substanzielles zweckgebundenes Budget, einen eigenständigen Europäischen Sozialfonds sowie mindestens fünf Prozent der nationalen ESF-Mittel für die Bekämpfung von Kinderarmut und die Umsetzung der Kindergarantie vor.

Unser Antrag wurde ebenfalls angenommen - mit 332 zu 300 Stimmen.

Ich habe gegen die starre Vorgabe von 20 Milliarden Euro und für unseren EVP-Antrag gestimmt. Nicht, weil wir weniger für Kinder wollen, sondern weil eine Zahl allein noch keine verlässliche Umsetzung garantiert. Entscheidend ist, dass die Mittel tatsächlich dort

ankommen, wo sie gebraucht werden, und langfristig wirksame Strukturen geschaffen werden.

Da beide Anträge unterschiedliche Aspekte betreffen, finden sich nun beide Ansätze im verabschiedeten Bericht wieder.

Jugendgarantie muss junge Menschen wirklich erreichen

Für mich ist klar: Jeder Euro aus europäischen Mitteln muss einen konkreten europäischen Mehrwert schaffen. Besonders wichtig ist, dass junge Menschen erreicht werden, die dauerhaft mit Hürden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu kämpfen haben.

Dafür brauchen wir gezieltere Unterstützung, bessere Anreize für Unternehmen, junge Menschen einzustellen, und mehr Transparenz bei der Verwendung der Mittel.

Gleichzeitig dürfen wir Jugendpolitik nicht isoliert betrachten. Jugendgarantie, Kindergarantie und Familienpolitik müssen stärker zusammengedacht werden. Investitionen in frühkindliche Bildung und die Unterstützung junger Eltern sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche faire Chancen erhalten und ihren eigenen Weg gehen können.

Breite Mehrheit für den Gesamtbericht

Der Gesamtbericht zur Verstärkten Jugendgarantie wurde schließlich mit 530 zu 77 Stimmen angenommen.

Die heutige Abstimmung ist damit ein wichtiger Schritt, um die Jugendgarantie wirksamer, transparenter und stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen in Europa auszurichten.

Mein Ziel bleibt klar: Europäische Politik muss konkrete Chancen schaffen - und dafür sorgen, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.


 
 
 

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