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100. Quality-of-Childhood-Treffen: Kindliches Wohlbefinden neu denken

Autorenbild: Niels Geuking
Niels Geuking
vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Am 29. September 2026 feierte die Alliance for Childhood European Network Group in Brüssel das 100. Quality-of-Childhood-Treffen (QoC) unter dem Titel „Rethinking Childhood Well-being Through a Systemic and Intergenerational Lens“.


Das Jubiläumstreffen brachte Expertinnen und Experten, Praktiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und politische Entscheidungsträger zusammen, um darüber zu diskutieren, wie das Wohlbefinden von Kindern stärker in den Mittelpunkt einer kohärenten und zukunftsorientierten Politik gestellt werden kann. Im Mittelpunkt standen drei miteinander verbundene Dimensionen: die ganzheitliche Betrachtung des Kindes, eine systemische Reform der Schulen und ein ganzheitlicher Ansatz für die psychische Gesundheit von Kindern. Auch digitales Wohlbefinden sowie die Rolle von Familien und Gemeinschaften waren zentrale Themen.

Niels Geuking, MdEP und EPP-Vertreter der Arbeitsgruppe des EP zur Europäischen Kindergarantie, nahm an der Veranstaltung teil und hielt im Rahmen der Sitzung „From School Reform to Tackling Child Poverty“ eine Rede. Helmut Geuking, ehemaliger MdEP und einer der ersten Botschafter der Alliance for Childhood European Network, nahm ebenfalls an der Feier teil und hielt einen Beitrag zur Geschichte und Entwicklung der Allianz.


Niels Geuking betonte in seinem Beitrag, dass Schulreform lange vor dem Schultor beginnt. Die Bekämpfung von Kinderarmut erfordere eine starke familienpolitische Perspektive, eine hochwertige und erschwingliche frühkindliche Bildung und Betreuung, ausreichende Unterstützung für Eltern sowie inklusive Schulen.

Er stellte das Konzept des Europäischen Family-Pakts vor, der auf drei Säulen aufbaut: angemessene finanzielle Unterstützung für Familien und Kinder, eine sinnvolle und gerechte Elternzeit sowie eine erschwingliche und hochwertige frühkindliche Bildung und Betreuung. Diese Maßnahmen sollten Familien Sicherheit geben und Kindern eine bessere Grundlage für ihre Entwicklung und Bildung ermöglichen.


Zudem sprach sich Geuking dafür aus, Schulen zu Gemeinschaftszentren weiterzuentwickeln, in denen Bildung, Familienunterstützung, Kultur, Sport und soziale Angebote zusammenkommen. Eltern sollten als Partner in der Bildung ihrer Kinder verstanden werden. Gleichzeitig könnten Schulen über den regulären Unterricht hinaus Sport, Musik, Kunst, Hausaufgabenbetreuung und weitere Gemeinschaftsangebote anbieten.


Auch die psychische Gesundheit von Kindern und das digitale Umfeld standen im Mittelpunkt. Geuking betonte die Bedeutung traumasensibler Ansätze und eines Perspektivwechsels: Nicht nur die Frage „Was stimmt mit diesem Kind nicht?“, sondern vielmehr „Was hat dieses Kind erlebt und was braucht es?“ sollte leitend sein. Darüber hinaus seien digitale Kompetenzen, Medienbildung und wirksamer Schutz von Kindern im Internet notwendig - mit geteilter Verantwortung für Familien, Bildungssysteme und digitale Plattformen.


Als weiteren konkreten Ansatz schlug Geuking ein „Single Gateway for Families“ vor - einen einfachen digitalen Zugang, über den Familien verfügbare Unterstützungsleistungen leichter finden und, soweit möglich, direkt in Anspruch nehmen können.

Die Veranstaltung mündete in eine fruchtbare und informative Debatte darüber, wie Familien-, Bildungs-, Sozial-, Gesundheits- und Beschäftigungspolitik besser miteinander verbunden werden können.


Die zentrale Botschaft des 100. QoC-Treffens lautet: Wer in Familien investiert, investiert in Kinder - und wer in Kinder investiert, investiert in Europas Zukunft.




 
 
 

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