Als Schattenberichterstatter zur Jugendgarantie: Umsetzung stärken statt nur neue Versprechen machen
- Niels Geuking

- vor 20 Stunden
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Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bleibt eine der zentralen sozialpolitischen Herausforderungen in Europa. Trotz Fortschritten seit der Reform der Jugendgarantie im Jahr 2020 zeigt sich deutlich: Noch immer gelingt es nicht ausreichend, junge Menschen nachhaltig in Arbeit, Ausbildung oder Qualifizierung zu bringen.
Als Schattenberichterstatter für die EVP-Fraktion setze ich mich daher dafür ein, den Fokus stärker auf die tatsächliche Umsetzung zu legen. Denn das Problem liegt nicht allein in fehlenden Mitteln, sondern vor allem in der Qualität der Angebote, der gezielten Ansprache besonders gefährdeter junger Menschen und einer unzureichenden Nachverfolgung der Maßnahmen.
Die Jugendgarantie darf nicht isoliert betrachtet werden. Ihr Erfolg hängt maßgeblich von funktionierenden Rahmenbedingungen ab: einer starken Familienpolitik, einem leistungsfähigen Bildungssystem, bezahlbarem Wohnraum und einer verlässlichen Kinderbetreuung. Wer glaubt, ein einzelnes Instrument könne strukturelle Probleme lösen, greift zu kurz.
Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel kommt es darauf an, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen und Synergien besser zu nutzen. Investitionen in frühkindliche Bildung und die gezielte Unterstützung junger Eltern sind dabei nicht nur sozialpolitisch geboten, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
Ebenso entscheidend ist Transparenz. Öffentliche Gelder müssen dort ankommen, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Dafür braucht es klare Kontrollmechanismen und eine bessere Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen.
Für mich ist klar: Die Jugendgarantie ist ein zentraler Baustein europäischer Sozialpolitik. Jetzt geht es darum, sie wirksam umzusetzen.
Für echte Chancen junger Menschen in ganz Europa.




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